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Oxford Road Analyse:
Audio Ads effektiver als YouTube Video Ads

Podcasts sind längst kein „Nebenkanal“ mehr – sie sind ein strategischer Werbeträger mit außergewöhnlicher Wirkungskraft. Die neue Oxford Road / Podscribe-Analyse, die mehr als 1.000 echte Werbekampagnen und über 100 Marken untersucht, liefert jetzt einen von Daten getragenen Blick auf die Leistungsfähigkeit von Podcast-Werbung – und ihre ungebrochene Stärke gegenüber Video-Formaten wie YouTube Ads.

15. Januar 2026


Studie belegt: Audio Ads schlagen YouTube Video Ads deutlich

Video gilt seit Jahren als das dominierende Werbeformat im digitalen Marketing. Reichweite, Bewegtbild, visuelle Reize – all das hat YouTube zur festen Größe in Media-Strategien gemacht. Doch eine neue, groß angelegte Analyse von Oxford Road und Podscribe stellt dieses Selbstverständnis jetzt grundlegend infrage.

Die Studie „Re-Thinking YouTube: Why Your Video Podcast Ads May Be Converting 25 % Worse Than Audio“ kommt zu einem klaren, datenbasierten Ergebnis: Podcast-Ads im reinen Audioformat sind messbar effektiver als YouTube-Video-Podcast-Ads, wenn es um echte Sales-Wirkung geht.

Dabei handelt es sich nicht um Meinungen oder Modellrechnungen, sondern um reale Kampagnendaten – gemessen anhand von Promo-Code-Einlösungen, tatsächlichen Käufen und Conversion Rates.


Audio konvertiert bis zu 25 % besser als Video

Die zentrale Erkenntnis der Studie ist ebenso klar wie relevant: Audio-Ads wandeln Kaufimpulse bis zu 25 % besser in tatsächliche Conversions um als dieselben Werbebotschaften, die als YouTube-Podcast-Video ausgespielt werden.

Für Marken hat das unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen. Wer beispielsweise 1 Mio. Euro in YouTube-Podcast-Impressionen investiert, kann – rein rechnerisch – bis zu 250.000 Euro an Conversion-Wert verlieren, verglichen mit einem identischen Audio-Placement. Und das allein aufgrund des gewählten Ausspielkanals.

Gleiche Botschaft, gleiche Marke, gleiche Zielgruppe – aber Audio verkauft signifikant besser als Video.


Was genau wurde untersucht?

Die Oxford Road / Podscribe Podcast Sales Effect Study analysierte über 1.000 reale Werbekampagnen von mehr als 100 Marken. Entscheidend dabei: Identische Werbebotschaften wurden parallel ausgespielt – einmal als klassische Audio Podcast Ads, einmal als YouTube Video Podcast Ads.

Gemessen wurden ausschließlich harte Performance-Kennzahlen: tatsächliche Käufe, Promo-Code-Nutzung und Conversion Rates. Das Ergebnis zeigte sich konsistent über Branchen, Zielgruppen und Kampagnen hinweg: Reines Audio outperformt Video deutlich in der Sales-Wirkung.


Warum Audio YouTube schlägt

Der Unterschied liegt nicht im Creative, sondern im Nutzungs- und Aufmerksamkeitsmodus. Podcast-Hörer entscheiden sich bewusst für Inhalte. Sie hören aktiv, konzentriert und oft über längere Zeiträume hinweg. Werbung wird nicht übersprungen oder weggeklickt, sondern in einem Moment hoher mentaler Offenheit wahrgenommen.

YouTube hingegen ist ein hochkompetitives Umfeld. Video-Impressionen entstehen häufig durch algorithmische Empfehlungen, Autoplay oder Nebenbei-Nutzung. Gleichzeitig konkurriert jede Werbebotschaft mit Thumbnails, Kommentaren, Push-Benachrichtigungen und dem nächsten Video in der Warteschlange. Aufmerksamkeit wird fragmentiert – und genau das wirkt sich negativ auf die Conversion aus.

Hinzu kommt ein weiterer, entscheidender Faktor: Vertrauen. Podcast-Werbung wird häufig als Host-Read-Ad ausgespielt – gesprochen von einer Stimme, zu der Hörer bereits eine Beziehung aufgebaut haben. Diese Nähe und Glaubwürdigkeit überträgt sich unmittelbar auf die Marke. Audio wirkt persönlicher, intimer und damit kaufrelevanter.

Oder anders gesagt: Stimme schlägt Bild, wenn es um Vertrauen geht. Und Vertrauen schlägt alles, wenn es um Kaufentscheidungen geht.


Warum das für Marken jetzt entscheidend ist

Die Podcast-Landschaft entwickelt sich rasant weiter. Plattformen wie YouTube wachsen und bieten Video-Podcasting als zusätzliche Reichweitenoption. Doch die Studie zeigt klar: Mehr Reichweite bedeutet nicht automatisch mehr Wirkung.

Marken, die Audio-Budgets unreflektiert in Video verlagern, riskieren messbare Performance-Verluste. Eine YouTube-Einblendung ist nicht gleichwertig mit einem Audio-Host-Read-Spot – weder in Aufmerksamkeit noch in Conversion-Wirkung.

Das bedeutet nicht, dass Video irrelevant ist. Aber es bedeutet sehr wohl, dass Budgets, KPIs und Mediastrategien differenziert betrachtet werden müssen, wenn echte Marketingziele erreicht werden sollen.


Fazit

Die Oxford Road / Podscribe-Studie liefert den bislang deutlichsten Beweis für eine unbequeme Wahrheit im digitalen Marketing:

Audio Ads schlagen YouTube Video Ads in der Werbewirkung.

Podcasts sind längst kein reiner Awareness-Kanal mehr. Sie sind ein hochwirksames Performance-Instrument, das Vertrauen aufbaut, Aufmerksamkeit bündelt und messbar mehr Verkäufe generiert.

Oder kurz gesagt:

Mehr Bild heißt nicht mehr Wirkung.

Mehr Fokus schon.

Und genau deshalb gewinnen Audio-Ads.